Auf Rang zwei in der Gesamtwertung kämpfte sich Andreas Letti Lettenbichler, der auch am Sonntag die Zuschauer mit Letti-Magic, seinem spielerisch wirkenden Fahrstil, verzauberte. Er überzeugte an allen vier Offroad-Tagen mit einer absolut ausgeglichenen Performance auf seiner Husqvarna und fuhr das wahrscheinlich coolste Rennen seines Lebens. Im Gegensatz zu 2011, wo er auf Grund diverser böser Stürze immer wieder zurückgeworfen wurde und nur den dritten Platz erreichte, fuhr er in diesem Jahr extrem locker. Seine Strategie, sich nicht unter Druck zu setzen und einfach die wahrscheinlich schönste Enduro-Strecke der Welt zu genießen, brachte ihm am Sonntag mit Platz zwei in der Tageswertung auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung.
Der Rookie unter den Fahrern der Red Bull Romaniacs PRO-Klasse, KTM-Fahrer Jonny Walker, gilt nicht umsonst als Wunderkind unter den Hard-Enduro Fahrern. Schon zum Prolog fuhr er den Red Bull Romaniacs Veteranen regelrecht um die Ohren und deklassierte sie. Allen war jedoch klar, dass der Youngster sich in den Bergen der Karpaten etwas einfallen lassen müsse, um an der Spitze mitzufahren. Nachdem er am ersten Tag noch etwas zaghaft unterwegs war und am zweiten fast den Start verschlafen hätte, warWalker jedoch nicht mehr zu bremsen. Mit dem Tagessieg am Offroad Tag 4 fuhr er sich auf den dritten Platz in der Gesamtwertung. Damit wurde er zum jüngsten PRO-Fahrer auf dem Treppchen der Red Bull Romaniacs. Das 2012er Rennen ist für mich ein reines Training - nächstes Jahr komme ich wieder und mache ernst! Ich freue mich riesig über den Platz auf dem Podium!
Diesen Podiumsplatz hat er Chris Birch streitig gemacht, der damit bei seiner fünften Teilnahme an den Red Bull Romaniacs zum ersten Mal nicht auf dem Podium steht. Chris hat an den Offroad Tagen 3 (Platz drei) und 4 (Platz zwei) jeweils eine absolute Top-Performance gezeigt und ist wie entfesselt gefahren. Aber die Zeit, die er am Offroad Tag 2 durch eine Fußverletzung verloren hatte, konnte er nicht mehr aufholen und musste sich mit einem vierten Platz bei den 2012er Red Bull Romaniacs begnügen.
Chris Birch: Für mich geht heute ein absolut phantastisches Rennen zu Ende, ich hatte zwischendurch erhebliche Schwierigkeiten und habe es trotzdem geschafft, wieder an die Spitze zu fahren. Ich liebe Rumänien und diese Rallye - die Freude hier mitzufahren, ist durch nichts zu ersetzen!
Für die Veranstalter geht mit der neunten Edition der Red Bull Romaniacs das erfolgreichste Rennen bisher zu Ende. Die Wetterbedingungen haben zwar (ungeplant) mit 80% für eine extrem hohe Zahl an Finishern gesorgt, doch der Veranstalter ist zufrieden. Martin "Frejn" Freinademetz:
Uns ist wichtig, dass die Teilnehmer glücklich nach Hause fahren. Die Red Bull Romaniacs ist eine Hard-Enduro Rallye, bei der alle Qualitäten aus dem Enduro Sport getestet werden: flotte Passagen, Single Trails und dann die Extrem-Sektionen, wo derjenige der die höchste Bandbreite mitbringt, sich vom Feld absetztenkann. Es ist kein Rennen nur für Trial-Fahrer, sondern zielt auf den Allround Enduro-Fahrer, und soll ihn dazu bringen, seine Grenzen hochzustecken. Bei uns haben die besten Enduro-Fahrer eine realistische Chance, ins Ziel zu kommen und sie können sich darauf verlassen, fair bewertet zu werden.
Um dies zu garantieren, müssen wir dafür sorgen, dass jeder in unserem Team seinen Job perfekt macht. Wir bestehen unnachgiebig auf Qualität und müssen aus Fehlern lernen, um beim nächsten Mal noch besser zu sein! Nur so haben wir es geschafft, uns über die letzten Jahre immer weiter zu verbessern. Die Rallye setzte 2012 mit Live-Übertragungen sowohl vom Prolog als auch den täglichen Zieleinfahrten, perfektionierter GPS Auswertung und der Zeitnahme neue Maßstäbe in der Technik.