Lehrer Lempel, 2011-07-14
Berlakovich: Mit dem E-Motorrad umweltschonend und leise über den Wilhelminenberg
E-Rallye am Wilhelminenberg Wien (OTS) - Wie lange braucht man mit einem E-Motorrad oder einem E-Scooter von Wien nach Bratislava? Wie hoch ist der Energieverbrauch solcher Fahrzeuge? Oder, wie fühlt es sich überhaupt an, fast lautlos und mit viel Fahrtwind über den Wiener Wilhelminenberg zu fahren? Das und noch viel mehr erfuhren Journalistinnen und Journalisten gestern bei der E-Rallye auf den Ottakringer Hausberg gemeinsam mit Umweltminister Niki Berlakovich. Dabei legten die TeilnehmerInnen insgesamt 35 Kilometer mit E-Motorrädern, E-Scootern und E-Bikes zurück. Dazwischen lösten sie Quizfragen rund um die Elektromobilität und hatten Gelegenheit, sich über umweltschonende
Verkehrsalternativen zu informieren. Im Vordergrund standen vor allem der Spaßfaktor und die Freude am Erleben.
Klimaschutz im Verkehr ist eine zentrale umwelt- und energiepolitische Herausforderung, darf aber auch Freude machen. Das bewies die gestrige Ausfahrt des Umweltministers Niki Berlakovich gemeinsam mit 17 Journalistinnen und Journalisten auf den Wiener Wilhelminenberg. Elektro-Bikes boomen in Österreich. Aber auch einspurige motorisierte Fahrzeuge können mittlerweile durch die umweltschonenden E-Scooter und E-Motorräder ersetzt werden.
"Elektrofahrzeuge sind wesentlich effizienter als Fahrzeuge mit konventionellen Verbrennungsmotoren, sie sind leise, emissionsfrei und die Herstellung dieser Fahrzeuge schafft neue Arbeitsplätze - also green jobs. Mit der E-Rallye wollen wir aber vor allem eines zeigen: Umweltschonender Verkehr kann und darf Spaß machen", so Umweltminister Niki Berlakovich. Das Lebensministerium hat sich mit der Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil seit dem letzten Jahr zum Ziel gesetzt, klimafreundliche Mobilität für alle erlebbar zu machen. So gibt es bei vielen Tagungen, Messen und Veranstaltungen die Möglichkeit, alternative Fahrzeuge zu testen. Anstecken und losfahren!
"Elektro-Scooter sind eine wirkliche Alternative zu herkömmlichen einspurigen Fahrzeugen. Um die Anschaffung zu unterstützen, bietet das Lebensministerium mit dem klima:aktiv mobil Förderprogramm Finanzierungsmodelle für Betriebe, Gemeinden, Städte und Verbände. Und gerade E-Bikes und E-Scooter sind in der Stadt ideale Verkehrsmittel, auch für kleine und mittlere Unternehmen, und damit schafft man es auch, nicht verschwitzt ins Büro zu kommen", so der Umweltminister beim Abschluss der Rallye im Schloss Wilhelminenberg.
E-Scooter haben eine Reichweite von 50 bis 70 Kilometer, mit einem E-Motorrad kommt man von Wien aus beispielsweise bis in die Therme Bad Waltersdorf. Also eignen sich die Fahrzeuge ideal für die Stadt, aber auch für Ausflüge in die umgebenden Bundesländer. Aufgeladen werden kann das Fahrzeug einfach über Nacht an der Steckdose - es dauert etwa 8 Stunden, damit der Akku wieder voll ist. E-Scooter werden bereits von einer Reihe von Herstellern in Großserie hergestellt; mehr als zwei Dutzend Modelle sind in Österreich von verschiedenen Anbietern erhältlich.
klima:aktiv mobil - attraktive Förderungen des Lebensministeriums für umweltfreundliche E-Mobilität und alternative Fuhrparks. Mit dem Förderprogramm der Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil bietet das Lebensministerium Österreichs Betrieben und Gemeinden finanzielle Unterstützung und Beratung beim Umstieg auf Elektromobilität und alternative Fahrzeuge ebenso wie bei der Umsetzung von klimafreundlichen Mobilitätsmanagement oder zur Förderung des Radverkehrs.
Konkret winken den Gemeinden, Betrieben, aber auch Tourismusverbänden attraktive Förderpauschalen bei der Anschaffung von E-Bikes von bis zu 400 Euro und bei E-Scootern von bis zu 500 Euro. Maximal 5.000 Euro Zuschuss gibt es für E-Pkws bei Verwendung von Strom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie (bei normalem Strommix beträgt die Förderung die Hälfte). Die Nachfrage nach E-Zweirädern ist stark im Steigen begriffen: Die Verkaufszahlen von E-Bikes haben sich von rund 2.000 Fahrrädern im Jahr 2008 auf 20.000 E-Bikes im Jahr 2010 vervielfacht. Durch das klima:aktiv mobil Förderprogramm des Lebensministeriums konnten bereits über 4.400 E-Fahrzeuge, darunter 3.000 E-Bikes/Pedelecs und über 300 E-Scooter gefördert werden. Bisher wurden rund 5,6 Mio. Euro Fördermittel dafür ausgeschüttet. Auch die klima:aktiv mobil Sonderförderungsaktion des Lebensministeriums für E-Ladestationen wird aufgrund des Erfolgs bis Jahresende verlängert.
Mit dem klima:aktiv mobil Förderungsprogramm für umweltfreundliche Fuhrparks und die Modellregionen für E-Mobilität im Klima- und Energiefonds leistet das Lebensministerium wichtige Beiträge zur Erreichung der Klima- und Energieziele!
Weitere Fotos finden Sie unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2062
Rückfragehinweis: Stefan Ratzenberger Pressesprecher des Bundesministers T: 01-71100-6703 stefan.ratzenberger@lebensministerium.at www.klimaaktivmobil.at/greenmobility www.umweltfoerderung.at/verkehr www.topprodukte.at
--------------------------------------------------
UNTER ANDEREM AUS OÖ:
WIEN. Am Mittwoch wird im Nationalrat die Führerschein-Novelle beschlossen - bereits 16-Jährige dürfen dann Motorräder lenken. Diese Maßnahme stehe im Widerspruch zu Österreichs Verkehrssicherheitszielen, sagt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). "Moped und Kleinmotorräder sind für Jugendliche die mit Abstand gefährlichsten Verkehrsmittel", sagt VCÖ-Experte Martin Blum. Allein im Vorjahr sind 3812 Jugendliche mit dem Moped oder Kleinmotorrad verunglückt - 14 davon tödlich. Damit ist die Zahl um 832 höher gewesen als noch im Jahr 1999. Der VCÖ warnt davor, dass durch das neue Gesetz die Zahl der Unfälle noch weiter steigen könnte. Wie fatal die Herabsetzung des Mindestalters bei motorisierten Zweirädern sein kann, zeige die im Jahr 2005 beschlossene Senkung des Mindestalters für Mopedfahrer von 16 auf 15 Jahre. Seit es allen Jugendlichen mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten möglich ist, bereits mit 15 ein Moped zu lenken, stieg die Zahl der verletzten jugendlichen Mopedfahrer von 3.218 im Jahr 2004 auf 4.423 im Jahr 2008. Das zeigt die VCÖ-Untersuchung. Mindestalter soll auf 18 Jahre erhöht werden "Erst die Einführung des Mopedausweises ab September 2009 führte zu einer Verringerung der Anzahl der verunglückten Mopedfahrer", sagt VCÖ-Experte Blum. Dennoch verunglückten im Jahr 2010 um 832 mehr Jugendliche mit Moped und Kleinmotorräder als im Jahr 1999. Der Verkehrsclub Österreich will deswegen, dass die Nationalratsabgeordneten das Mindestalter für das Lenken von Motorrädern bis 125 ccm nicht auf 16 Jahre senken, sondern auf 18 Jahre erhöhen. "Es geht um die Gesundheit und das Leben unserer Jugend. Eine Herabsetzung auf 16 Jahre kann viel Leid verursachen", sagt VCÖ-Experte Blum. Auch das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in ländlichen Regionen soll verbessert werden. "Lehrlinge müssen die Möglichkeit haben, mit Bus oder Bahn sicher zur Arbeit zu kommen". Auch sollen Discobusnetze sollen durch einen Teil der Einnahmen aus den Strafgeldern für Alkolenker und Raser ausgebaut werden.
TEXT OÖ NACHRICHTEN.at
|